Flächenhafter Grundwasserschutz als Lebensraum für Tiere und Pflanzen ist europaweit von zentraler Bedeutung. Seit dem Jahr 2000 regelt die Europäische Gemeinschaft daher den Schutz aller Gewässer europaweit durch die EG-Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL). Das Leitbild der WRRL ist der Erhalt bzw. das Wiedererlangen des natürlichen Zustandes der Gewässer. Die WRRL macht daher Vorgaben zum Erhalt eines guten chemischen, mengenmäßigen und ökologischen Zustands. Dies bedeutet:

  • Der gute Zustand eines Grundwasserkörpers ist erreicht, wenn sowohl der chemische als auch der mengenmäßige Zustand als gut bewertet ist. Ein wichtiges Kriterium ist die Einhaltung eines Grenzwertes von max. 50 mg Nitrat/l und Jahr.
  • Der gute Zustand für die oberirdischen Gewässer bedeutet die Erreichung eines guten ökologischen und chemischen Zustandes. Hier kommt der Vermeidung von Phosphateinträgen  sowie Pflanzenschutzmitteleinträgen besondere Bedeutung zu.

Die Umsetzung erfolgt in Deutschland durch das Wasserhaushaltsgesetz. Die Ziele der WRRL sind jedoch in weiten Teilen Deutschlands noch nicht erreicht. So werden auch von der Landwirtschaft in den nächsten Jahren noch große Anstrengungen zum Abbau von Nährstoffverlusten erwartet. Die Umsetzung der novellierten Düngeverordnung ist ein Schritt auf diesem Weg. Doch allein damit werden wir die vorgegebenen Ziele nicht erreichen. Die Umsetzung weiterer Agrar- Umwelt-Maßnahmen und Unterstützung der landwirtschaftlichen Praxis durch eine qualifizierte Gewässerschutzberatung sind daher unerlässlich.

Nur eine ökologisch sinnvolle und ökonomisch effiziente Steuerung von Stoffströmen kann Belastungen vermeiden und nachhaltig eine hohe Gewässergüte garantieren.

Wir erarbeiten Konzepte zur Sicherung und Sanierung der Wasserqualität von Wassereinzugsgebieten auf der Basis bodenkundlich-geologischer Standorterkundungen.
Zur effektiven Umsetzung der Schutzkonzepte führen wir eine qualifizierte Beratung der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe durch. Die Vorgehensweisen werden in der Kooperation Landwirtschaft - Wasserwirtschaft abgestimmt.

Waldnutzung hat im Vergleich zur landwirtschaftlichen Nutzung in der Regel ein hohes Grundwasser-
schutzpotenzial. Insbesondere die Dauerhaftigkeit des Bewuchses, eine geringe Eingriffshäufigkeit und der Verzicht auf Düngemaßnahmen sichern vergleichsweise niedrige Nitratausträge unter Wald.
Risiken bestehen dann, wenn nicht standortangepasste, instabile Waldbestände zu Windbruch und in der Folge zu Bodenabtrag und Stoffaustrag führen. Weiterhin kann es vor allem in Hanglagen, an Böschungen, Forst- und Rückewegen sowie bei Erstaufforstung zu Bodenerosion und damit einhergehend stofflichen Austrägen in das Oberflächengewässer und Grundwasser kommen.
Nicht zuletzt ist der Wald ein entzugsarmes Nutzungssystem, so dass insbesondere in den viehstarken Regionen atmosphärische N-Einträge in Waldökosysteme auch unter Wald zu erhöhten Nitratausträgen
(z. B. von über 50 mg/l) führen können. Aus diesen Gründen kann in Trinkwassergewinnungsgebieten der Einsatz grundwasserschonender forstwirtschaftlicher Maßnahmen sinnvoll sein.


Unsere Leistungen

  • Beratung zu Erosionsschutzmaßnahmen im Forst
  • Beratung zu grundwasserschonendem Waldumbau
  • Beratung zum Arten- und Naturschutz im Wald

Website

  • Trinkwasserschutzberatung in der Trinkwasserschutzkooperation Westharz - Forstwirtschaft,
    Niedersachsen seit 06/2018.
    Mehr Informationen finden Sie unter: http://www.twsk-westharz-forst.de/

Ansprechpartnerin:
B. Sc. Forstwirtschaft Rebecca Waßmann
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! - mobil: 0170-450 40 21

Projektleitung:
Dipl. Ing. agr. Martin Horstkötter
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! - Telefon: 0551-54885-23

Wasser ist Leben! Es ist Lebensgrundlage für Tiere, Pflanzen und Menschen und essenzieller Baustein unseres Ökosystems. Der Schutz der Ressource  Wasser hat für uns einen herausragenden Stellenwert.
Der Erhalt des „guten Zustandes“ des Grundwassers und der Oberflächengewässer nach EG-Wasser-
rahmenrichtlinie sowie die Minderung von Stoffeinträgen in Wassereinzugsgebieten für die Trinkwassergewinnung stehen dabei im Mittelpunkt.

Stoffliche Einträge in die Ressource Wasser, insbesondere Nitrat und Phosphat, führen in Deutschland zu Problemen. Die Eintragsquellen sind meist diffus und werden der landwirtschaftlichen Flächennutzung zugeordnet. Wir unterstützen Landwirtschaft, Gartenbau- sowie Baumschulbetriebe bei der Umsetzung gewässerschonender Anbauverfahren und bei der Erfüllung der an sie gestellten Auflagen. Wir begleiten Beratungsgebiete von der Maßnahmenplanung über die Umsetzung bis hin zur Erfolgskontrolle aus einer Hand.

Unsere Leistungen

  • Beratung von landwirtschaftlichen Betrieben in Wassereinzugsgebieten
  • Durchführung von einzelbetrieblichen Beratungen, Betriebsbilanzierungen, Feldversuchen und Feldrundfahrten
  • Abschluss von Trinkwasserschutzvereinbarungen mit Landwirten
  • Entwicklung und Umsetzung von gebietsspezifischen Trinkwasserschutzkonzepten
  • Erstellung und Umsetzung von Konzepten zum grundwasserschonenden Waldbau
  • Erarbeitung von landschaftshaushalterischen Gesamtkonzepten unter Einbeziehung von Naturschutz, Renaturierung sowie Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen
  • Beweissicherungsverfahren
  • Gutachterliche Stellungnahmen in Entschädigungsfragen
  • Bearbeitung aktueller Fragestellungen zum Trinkwasserschutz z. B. im Rahmen von Pilotprojekten
  • GIS-gesteuerte Datenpräsentation (Topol, Arc View)
  • Öffentlichkeitsarbeit
wasserschutzgebiet schild

Wasserschutzgebiete

wrrl niedersachsen

WRRL

 

Unterkategorien

Wasserschutzgebiete werden über festgesetzte Schutzgebietsverordnungen geschützt. Neben diesen Verordnungen besteht in Hessen die Möglichkeit, über privatrechtliche Verträge zwischen Landwirten und Wasserversorger die landwirtschaftlichen Belange zu regeln. Für diese Belange ruhen während der Laufzeit des Kooperationsvertrages die Regelungen der Verordnung. Genehmigt und betreut werden die Kooperationen von den Regierungspräsidien.
Innerhalb der Kooperationen sind Zusatzberater als Bindeglied zwischen Landwirtschaft und Wasserwirtschaft damit beauftragt, die Betriebe bei der Umsetzung der vereinbarten grundwasserschutzorientierten Landbewirtschaftung zu unterstützen. Durch diese Beratung ist ein intensiver Austausch mit den betroffenen Landwirten sichergestellt.

Unsere Leistungen
 Entwicklung und Umsetzung von gebietsspezifischen Trinkwasserschutzkonzepten
 Beratung von landwirtschaftlichen Betrieben in Wassereinzugsgebieten
 Durchführung von Gewässerschutzleistungen wie Veranstaltungen, Feldrundfahrten und Öffentlichkeitsarbeit, Boden- und Pflanzenuntersuchungen sowie Feldversuchen
 Abschluss von Kooperationsvereinbarungen mit Landwirten und Wassergewinnern
 Konzeption und Umsetzung einer gebietsbezogenen Erfolgskontrolle mit Hilfe von Boden- und Wasseruntersuchungen sowie mit Hilfe von Kalkulationsverfahren wie z.B. Hoftorbilanzen
 Laufende Vor-Ort-Kontrollen und Kartierungen in den Schutzgebieten
 Erstellung und Umsetzung von Konzepten zum gewässerschonenden Waldbau
 Kalkulation und Abwicklung von Ausgleichszahlungen
 GIS-gesteuerte Datenpräsentation
 Öffentlichkeitsarbeit