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Hydrogeologie und Wasserrecht

Hydrogeologische Fragestellungen gewinnen in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung. Wo früher noch ein formloser Antrag gereicht hat, um Wasserrechte zu erhalten, wird von Behörden heute deutlich strenger hingeschaut, wie mit der kostbaren Ressource Wasser umgegangen wird. Neue Schadstoffklassen, wie beispielsweise PFAS rücken in den Fokus. Gleichzeitig stellen die Folgen des Klimawandels mittlerweile auch die Wasserwirtschaft vor neue Herausforderungen, weil kurzfristige Extremereignisse und langfristige Trends bei der Planung berücksichtigt werden müssen.

Einzugsgebiete spielen bei wasserrechtlichen Fragestellungen eine entscheidende Rolle. Um Einzugsgebiete abzugrenzen, werden hydrogeologischen Gutachten erstellt. Nach Inkrafttreten der Trinkwassereinzugsgebieteverordnung (TrinkwEGV) 2023 wurde im Jahr 2025 das erste Mal eine Risikobewertung sämtlicher Einzugsgebiete für die Trinkwasserversorgung durchgeführt, welche zukünftig regelmäßig aktualisiert wird.

Während bei der Gewinnung von Grundwasser aus Lockergesteinsaquiferen unter einfachen geologischen Bedingungen mit Grundwassermessstellen und Pumpversuchen das Einzugsgebiet kartiert werden kann, sind bei Karst oder Kluftgrundwasserleitern wie in der Harzregion komplexere hydrogeologische Verhältnisse zu erwarten, die eine Eingrenzung erschweren.

Unsere Leistungen

  • Erstellung von Wasserrechtsanträgen für Wasserversorgungsunternehmen und Beregnungsverbände
  • Risikobewertungen nach TrinkwEGV und TrinkwV
  • Hydrogeologische und agrarstrukturelle Fachbeiträge für die Ausweisung von Wasserschutzgebieten
  • Implementierung und Pflege von wasserwirtschaftlichen Informationssystemen
  • Altdatenaufbereitung für die digitale Datenablage
  • Grundwassergütemonitoring, Errichtung und Betreuung von Grundwassermessstellen
  • Konzeption und Durchführung von hydrologischen Messprogrammen
  • Denitrifikations-Untersuchungen (N2/Ar)
  • Markierversuche im Boden und im Grundwasser
  • Erstellung von Strömungs-, Transport- und Bilanzmodellen
  • Untersuchung der stofflichen Belastung von Fließgewässern 
  • Beweissicherung bei Grundwasserabsenkungen
  • Kalkulation der Ertragswirkungen für den Interessenausgleich zwischen Wasserversorgern, Beregnungsverbänden und Landwirtschaft
  • Herkunftsermittlung für Pestizid- und andere Schadstoffeinträge ins Grundwasser

Ansprechpartner:
Dipl. geogr. Andreas Rode
- mobil: 0172-864 13 43
MSc. Hydrogeologie/Umweltgeowissenschaften Tilman Curdt
 - mobil: 0173-57 37 480

Projektleitung:
Dr. agr. Christine von Buttlar
- Telefon: 0551-54885-21